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Hochschulkooperation

Die Hochschulzusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland besitzt eine jahrzehntelange Tradition. Sie erneuert sich zugleich ständig durch das Engagement von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, Studierenden, Universitätsleitungen und -mitarbeitern. In beiden Ländern gelten Hochschulpartnerschaften als strategisches Schlüsselelement beim Ausbau der wissenschaftlichen Exzellenz und als Meilenstein, um ihre Position als international attraktiven Studien- und Forschungsstandort weiter zu festigen. Die gemeinsame Ausbildung von Fach- und Führungskräften durch Hochschulkooperationen trägt zudem wesentlich zum Aufbau nachhaltig partnerschaftlicher Beziehungen in allen gesellschaftlichen Bereichen bei.

Aktuell sind auf der Internetplattform „Internationale Kooperationen“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) rund 980 deutsch-russische Hochschulkooperationen verzeichnet. Daran sind 203 deutsche Hochschulen und 233 russische Hochschulen sowie 33 russische außeruniversitäre Einrichtungen beteiligt. Damit liegt Russland hinsichtlich der Anzahl der Kooperationen auf Platz 9.

Zu den wichtigsten internationalen Kooperationsaktivitäten zwischen deutschen und russischen Hochschulen zählen die wechselseitige Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern, internationale Lehrkooperation, internationale Forschungskooperation sowie internationale Zusammenarbeit bei institutioneller Entwicklung.

Ausführliche Informationen und Statistiken zum internationalen Austausch von Studierenden, Doktoranden, Lehrenden, Forschenden und Verwaltungspersonal zwischen beiden Ländern, bietet die Internetseite ‘Wissenschaft Weltoffen’.

Projekte

SPbPU - TU Berlin Strategische Partnerschaft

TU Berlin - St. Petersburger Polytechnische Universität (SPbPU)

Die SPbPU und die TU Berlin sind seit über 10 Jahren eng miteinander verbunden, das erste Abkommen wurde 2007 unterzeichnet. 2013 unterschrieben die Universitäten einen Vertrag über die Strategische Partnerschaft, der Anfang 2020 um weitere 5 Jahre verlängert wurde. 2015 wurden Verträge über Studierendenmobilität und ein Joint PhD unterzeichnet. Ebenso wurde ein Doppelmaster im Bereich „Innovative Entrepreneurship“ entwickelt.

Deutschsprachiger Studiengang (DSG) „Deutsches Recht“

Universität Passau - Sibirische Föderale Universität

Die juristischen Fakultäten der Universitäten in Passau und Krasnojarsk pflegen seit den 90er Jahren eine immer engere Partnerschaft, die weitere sibirische Hochschulen einbezieht. Während am Anfang der Austausch einzelner Studierender und Hochschullehrer stand, hat sich die Kooperation bis heute intensiviert und diversifiziert. Hervorzuheben sind der Deutschsprachige Studiengang „Deutsches Recht“, ein einjähriges vollanrechenbares Auslandsstudium für Studierende beider Seiten und der Doppelmasterstudiengang „Deutsches und Russisches Recht“.

Russisch-Deutsche Beziehungen: Wirtschaft und Politik (RDWP)

Freie Universität Berlin - Moskauer Staatliches Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO)

„Russisch-Deutsche Beziehungen: Wirtschaft und Politik“ (RDWP) ist ein einjähriger Begleitstudiengang, der von der Freien Universität Berlin und dem MGIMO gemeinsam durchgeführt wird. RDWP basiert auf dem Zertifikatenprogramm „German Studies Russia“, das bereits vor 15 Jahren gestartet und 2020 in ein neues Format weiterentwickelt wurde. Über hundert Studierende absolvierten bereits unser Programm, das sich fest als ein erfolgreiches Projekt zwischen den beiden Universitäten etablierte. Das Interesse der Studierenden wächst weiter, sodass sich das Programm stetig weiterentwickelt.

Doppelmaster-Programm MEI – TU Ilmenau

TU Ilmenau - Nationale Forschungsuniversität „MEI“

Die Fakultät wurde 2007 im Rahmen eines DAAD-Projekts gegründet. Ziel ist es, russischen Ingenieurstudierenden durch ein Teilstudium in Deutschland berufliche Vorteile und Karrierechancen sowohl im Heimatland als auch in Deutschland zu erschließen. Die Studierenden absolvieren zusätzlich zu ihrem Regelstudium am MEI ein Teilstudium an der TUIL, das auch ein Industriepraktikum umfasst. Das deutschsprachige Studienangebot, die Absolvierung der zugehörigen Fachprüfungen sowie die Anfertigung einer Masterarbeit in deutscher Sprache bilden weitere Bestandteile.

Partneruniversitäten als Treiber für die Entwicklung der Regionen

Hochschule Emden/Leer - Nördliche Föderale Universität Archangelsk

Seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags 1993 entwickelte sich zwischen der NArFU und der HSEL eine erfolgreiche und kontinuierliche Zusammenarbeit, in die auch die Städtepartnerschaft zwischen Emden und Archangelsk eingebunden ist. Im Laufe dieser Kooperation wurden zahlreiche Forschungs- und Bildungsprojekte aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und Sozialarbeit realisiert. Hinzu kamen Praktika in Betrieben und die Mobilität von Studierenden, DozentInnen und ProfessorInnen.

Interdisziplinäre Denkwerkstatt „Urbane Infrastruktur“

Moskauer Staatliche Universität für Bauingenieurwesen (MGSU) - Bauhaus-Universität Weimar (BUW)

Seit über 50 Jahren existiert zwischen der MGSU und der BUW eine strategische Partnerschaft, die insbesondere durch gemeinsame Forschungsvorhaben, Doktorarbeiten und gegenseitige Gastaufenthalte von Lehrenden geprägt ist. Seit 2014 findet jährlich die Denkwerkstatt „Urbane Infrastruktur“ wechselnd in Moskau und Weimar mit Studierenden beider Länder und unterschiedlicher Fachrichtungen statt. Gemeinsam suchen sie nach innovativen Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit zukunftweisenden Infrastruktursystemen.

Sommeraustauschschulen für Sprache und Kultur

Studentenwerk Freiberg - Staatliche Universität Südural

Das Projekt wurde 2005 in Freiberg im Rahmen eines Tutorenprogrammes der Robert Bosch Stiftung initiiert. Es fanden 14 Sommerschulen statt, an denen mehr als 150 deutsche und 200 russische Studenten teilnahmen. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden mehrere Festivals (9 x Ethnic Cuisine, 4 x Foto, 1 x Summer School). Es entstanden u.a. zwei Filme (über die Tscheljabinsker Orgelhalle und über die Erinnerungen eines Deutschen in russischer Kriegsgefangenschaft). Im Jahr 2020 nahmen Studenten beider Länder an einer wissenschaftlichen Studie zur Integration der Gesellschaft während einer Pandemie teil.

German Russian Summer School

TU Dortmund - Uraler Föderale Universität Jekaterinburg

Vor fünf Jahren startete die German Russian Summer School als eine deutsch-russische Initiative auf Anregung des damaligen Bundesaußenministers Herrn Steinmeier. Das Projekt hat zum Ziel, den akademischen Austausch zwischen Deutschland und Russland zu fördern. Mit großem Erfolg wurde die GRSS zu verschiedenen aktuellen Energie-Themen abwechselnd in beiden Ländern durchgeführt. 2019 fand die GRSS mit dem Titel „Smart Electricity and Engineering“ in Dortmund statt. Die von diesem Jahr verschobene Fortführung der Summer School ist für August 2021 in Jekaterinburg geplant.

Strategische Brücken von Stuttgart in die Permafrostzone der Republik Sacha

Universität Hohenheim - Staatl. Agrarakademie Yakut

Der Klimawandel stellt arktische Gebiete vor besondere Herausforderungen: Lokal angepasste Tiere und Pflanzen sind ebenso wie die Menschen dort mit Problemen konfrontiert, die durch das Auftauen des Permafrostbodens entstehen. Jakutien stellt für viele natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fragen, die damit in Zusammenhang stehen, ein Reallabor dar. Die Universität Hohenheim und Partnereinrichtungen in Jakutsk entwickeln seit 2018 eine gemeinsame Forschungsagenda. Austausch, gemeinsame Events, Projekte, Publikationen und ein Fonds für wissenschaftlichen Nachwuchs stärken die Kooperation.

German-Russian Institute of Advanced Technologies

Technische Universität Ilmenau - Kasaner Staatlichen Technische Forschungsuniversität (KNRTU-KAI)

Das German-Russian Institute of Advanced Technologies (GRIAT) ist das größte binationale Wissenschafts- und Bildungsprojekt zwischen Deutschland und Russland – eine neue Hochschulform, die deutsche Bildungsstandards in vollem Umfang an einer russ. Universität umsetzt. Seit 2014 wurden in 9 GRIAT-Studiengängen etwa 200 Master-Studierende und Doktorand*innen mit Doppelabschlüssen ausgebildet, mehr als 50 deutsche Professor*innen haben in Kasan gelehrt. Am GRIAT wurden Forschungs- und Entwicklungslabore durch Siemens und Kuka sowie ein Deutschzentrum eingerichtet.

Schule des deutschen Rechts

Universität Regensburg - Moskauer Staatliche Lomonossov Universität

Der Deutschsprachige Studiengang zum deutschen Recht an der größten russischen Universität, der Moskauer Staatlichen „M. W. Lomonosow“-Universität (MGU), besteht seit September 2002. Er wurde auf der Basis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den Juristischen Fakultäten der Universität Regensburg und der MGU ins Leben gerufen. Im Rahmen des Studiengangs erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich studienbegleitend mit den Grundlagen des deutschen Rechtssystems vertraut zu machen. Das Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert.

Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZDES)

Universität Bielefeld - Staatliche Universität St. Petersburg

Das Zentrum für Deutschland- und Europastudien (ZDES/CGES) ist ein Lehr- und Forschungszentrum im Bereich der Soziologie und Sozialwissenschaften, das gemeinsam von der Universität Bielefeld und der Staatlichen Universität St. Petersburg getragen und vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert wird. Das ZDES hat eine einzigartige Position in den deutsch-russischen Sozialwissenschaften und trägt durch seine Programme in der Lehre, der Forschung und des Austauschs maßgeblich zur Vernetzung russischer und deutscher Wissenschaftler*innen und Studierender bei.

Kooperation Moskauer Staatliche Textil-Universität und der Hochschule Kaiserslautern, Campus Pirmasens

Die RSU und die Hochschule arbeiten seit 19 Jahren zusammen. Während dieser Zeit besuchten 2 Dozenten und 8 Aspiranten Kaiserslautern, um wissenschaftliche Forschungsprojekte durchzuführen. Ein Teil der Projekte wurden im Rahmen des russisch-deutschen Programms «Mikhail Lomonosov» und des DAAD-Programms «Ostpartnerschaften» durchgeführt. Von der Partnerseite waren an der RSU: 6 Professoren, Studenten, die am Konkurs «Shoes-Style» teilnahmen und der Student Kun A., der an der RSU seine Bachelorarbeit verfasste.

Russisch-tschetschenisch-deutscher Dialog auf dem Gebiet der Wissenschaft und Bildung

Die Zusammenarbeit der Tschetschenischen Staatlichen Universität mit der Freien Universität Berlin ermöglicht vor allem die Bekanntschaft mit der Forschungs- und Bildungserfahrung Deutschlands, die Einrichtung von Forschungsstätten, die Organisation von wissenschaftlichen Projekten und Konferenzen und vieles mehr.

Economics, Ecology and Infrastructure at High-Speed Railways (EEIHSR)

Die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen PGUPS und TUD reicht über 50 Jahre zurück. Akademische, wissenschaftliche und kulturelle Kontakte begannen in den 1970er Jahren. Bis Ende der 1980er Jahre gab es einen Studenten- und Dozentenaustausch, gemeinsame wissenschaftliche Forschung, die zur Entwicklung der Zusammenarbeit der beiden Universitäten beigetragen haben. Diese Kontakte, die in den 2000er Jahren unter modernen Bedingungen wieder aufgenommen wurden, führen immer noch zu einer erfolgreichen Entwicklung der Universitäten in Wissenschaft und Lehre.

Russland und Deutschland: eine Analyse der intellektuellen Traditionen

Das „Internationale Laboratorium zur Erforschung des intellektuellen Dialogs zwischen Russland und Europa“ kooperiert seit 2018 u.a. mit dem Lehrstuhl für slawische Literaturen und Kulturen der Universität Passau, dem Institut für Slavistik der TU Dresden und mit dem Deutsch-Russischen Kulturinstitut in Dresden. Bisher 8 Konferenzen, deutsch-russische Projekte und zahlreiche Publikationen tragen zur weiteren Vertiefung des deutsch-russischen Dialogs im Bereich der Wissenschaft und Kultur bei.

Universitäten zusammenbringen, neues Jahrzehnt - neue Möglichkeiten

Die Universität Omsk und die Jade HS blicken auf eine 10jährige Zusammenarbeit zurück, die als TEMPUS Projekt zum Thema Tourismuswirtschaft begann. Inzwischen wurde die Kooperation auf andere Fachbereich ausgedehnt. Jährlich finden Studenten- und Mitarbeiteraustausche statt zu Intensivsprachkursen und zum Erfahrungsaustausch. Ziele sind, sprachliche und kulturelle Brücken zu bauen, den Internationalisierungsprozess beider Hochschulen voranzutreiben sowie gemeinsame Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

CobuSibirsk - Gemeinsame Studentenprojekte

Studierende der NSUEM Nowosibirsk und der HS Coburg führen zweimal jährlich eine Lehrveranstaltung in Form eines Projektes durch. Im Projekt wird eine Aufgabe für deutsche und russische Unternehmen von einem interdisziplinären Studententeam unter der Leitung von Professoren beider Universitäten gelöst. Die Projektarbeit erfolgt online und onsite. Das letztere wird in Form einer 10-tätgiger Dienstreise nach Novosibirsk und nach Coburg organisiert. In den vergangenen 5 Jahren wurden 10 Projekte für 9 Firmen aus beiden Ländern abgeschlossen, etwa 100 Studenten nahmen an dem Projekt teil.

Legislative, Exekutive und Judikative in Deutschland

Das Land Baden-Württemberg pflegt seit über 30 Jahren eine Partnerschaft zu der Oblast Swerdlowsk. Im Rahmen dieser Vereinbarung pflegt das Internationale Forum Burg Liebenzell eine Bildungspartnerschaft zur Jurauniversität Jekaterinburg. Zu den Inhalten gehören regelmäßige Besuche und Seminare. Der didaktische Ansatz der Seminare, die hier in Deutschland durchgeführt werden liegt im Besonderen im Erleben der realen Welt der Justiz und dem Erfahrungsaustausch unter den Juristen.

Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) als Weg zu neuen Kompetenzen und Möglichkeiten

Die seit 2013 vom DAAD geförderte Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) umfasst bislang über 90 Studien- und Forschungsaufenthalte von Studierenden, Doktoranden und Dozierenden. Konkrete Produkte unserer Lehr- und Forschungsprojekte sind der dt.-russ. Reiseführer „Spaziergänge durch Wolgograd“, das 5-sprachige Touristikportal „Reiseland Wolgograd“, ein kompetenzorientiertes Übersetzungslehrbuch Tourismus sowie Übersetzung und Publikation von Germersheimer Beiträgen zur Translationswissenschaft mit fünf Partnern in Russland.

Deutsch als Berufssprache für eine erfolgreiche Karriere

Im Projekt „Deutsch als Berufssprache für eine erfolgreiche Karriere“ wird die Expertise aus beiden Ländern gebündelt, um junge Menschen erfolgreich auf das Berufsleben vorzubereiten! – Es geht um die Förderung einer berufsspezifischen Sprachbildung für junge Menschen. Für das erfolgreiche Bestehen im Beruf ist es relevant, Deutsch als Fremdsprache auch in beruflichen Kontexten erfolgreich und situationsgerecht anzuwenden. 

25 Jahre Wissensvermittlung zur nachhaltigen Landwirtschaft

1995 entstand die Partnerschaft der heutigen Staatlichen Süduraler Agraruniversität mit dem Verein Landwirtschaft und Oekologisches Gleichgewicht mit Osteuropa – LOGO e.V.
Seitdem nahmen mehr als 130 Studierende der Agraruniversität an den sechsmonatigen Fachpraktika und Seminaren zum ökologischen Landbau in Deutschland teil. Weitere Schwerpunkte der Fachseminare sind berufliche Bildung und erneuerbare Energien.