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Seismologie und Neotektonik der Laptewsee-Region (SIOLA)

Ankunft in Tiksi, 2019 (Wolfram Geissler, Stepan Gukov, Frank Krüger, Sergey Petrunin, Dima Peresypkin, Nikolay Tsukanov)

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Namen der beteiligten Organisationen

  • P.P. Shirshov-Institut für Ozeanologie in der Russischen Akademie der Wissenschaften
  • Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
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Namen der KoordinatorInnen

  • Dr. Boris Viktorovich Baranov
  • Dr. Wolfram Geissler

Kurzbeschreibung des Projekts / der Partnerschaft 

In der Laptewsee lässt sich der Übergang von ozeanischer Meeresbodenspreizung zu kontinentaler Dehnung studieren. Nach einem Treffen 2014, wurden bereits 2015 die Übereinkunft zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet und eine erste Expedition durchgeführt. Seit 2016 wird die Erdbebenaktivität mit Landstationen registriert. Es werden jährlich gemeinsame Feldarbeiten durchgeführt. Seit 2018 sind Ozeanbodenseismometer in der Laptewsee im Einsatz. Eine Vielzahl weiterer russischer und deutscher Partnerinstitute tragen zum Gelingen der Zusammenarbeit bei.

Welche Synergieeffekte ergeben sich aus der Zusammenarbeit und welche Entwicklungsmöglichkeiten sehen Sie in der bilateralen Partnerschaft?

Der Synergie-Effekt unserer Zusammenarbeit ist die Möglichkeit, ein einzigartiges seismologisches Experiment durchzuführen, indem Expertise und Ressourcen der Partner kombiniert werden. Dies beinhaltet Logistik, finanzielle Unterstützung und die Verwendung von Hochtechnologie-Ausrüstung, sowie die Kombination von Stationsnetzwerken an Land und im Wasser zur Bestimmung der Erdbe-benlokationen und die gemeinsame Auswertung der Daten. Der „Modellcharakter“ unserer Partnerschaft beinhaltet die gemeinsame Planung der Arbeiten, die Beantragung von Forschungsgenehmigungen, Transport der Ausrüstung ins Forschungsgebiet, die Feldarbeiten, Austausch der gewonnenen Informationen, gemeinsame Datenauswertung, bilaterale Seminare und gemeinsame Publikationen. Als Ergebnis erwarten wir ein besseres Verständnis der Zusammenhänge von kleinen Erdbeben, aktiven Störungen, Methan-Entgasungen, Permafrost-Prozessen und Meereis-Bewegungen, sowie der Struktur der Lithosphäre. Für die Zukunft diskutieren wir die Möglichkeit refraktionsseismischer Messungen und planen die Fortsetzung der Messungen mit Land- und Ozeanbodenstationen.