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Dem Rätsel Depression auf der Spur

Team Novosibirsk Copyright: Institut für Zytologie und Genetik Team Hannover Copyright: Medizinische Hochschule Hannover

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Namen der beteiligten Organisationen

  • Institut für Zytologie und Genetik, Nowosibirsk, Russland
  • Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
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Namen der KoordinatorInnen

  • Dr. Vladimir Naumenko
  • Prof. Dr. Evgeni Ponimaskin

Kurzbeschreibung des Projekts / der Partnerschaft 

Wir sind den molekularen Mechanismen der Depression auf der Spur und konnten zeigen, dass die Fettsäure Palmitat eine entscheidende Rolle dabei spielt. Fehlt die Fettsäure, funktioniert ein wichtiger Serotoninrezeptor nicht richtig.  Die Folge ist Depression, die oft mit erhöhter Suizidalität verbunden ist. Wir konnten die zugrundeliegenden Steuerungsmechanismen identifizieren und darauf basierend, eine neuartige Behandlungsstrategie entwickeln.  Zurzeit arbeiten wir an einem Bluttest, der suizidale Neigungen bei depressiven Patienten frühzeitig zu erkennen hilft.

Welche Synergieeffekte ergeben sich aus der Zusammenarbeit und welche Entwicklungsmöglichkeiten sehen Sie in der bilateralen Partnerschaft?

Unsere Zusammenarbeit zielt auf die Aufklärung molekularer Grundlagen der depressiven Erkrankungen. Das breite Spektrum an komplementären wissenschaftlichen Kompetenzen, die für die Realisierung unseres Vorhabens notwendig sind, erfordert intensive Zusammenarbeit, da kein einzelnes Labor in der Lage ist es allein durchzuführen. Unsere Kooperation startete 2013, nach dem MHH-Besuch von Dr. Naumenko. Im Jahr 2014 unterstützte DFG seinen dreimonatigen Aufenthalt in Hannover, wodurch unsere experimentelle Zusammenarbeit ausgebaut wurde. Dies führte zu einem gemeinsamen Forschungsprojekt, welches von 2015 bis 2019 durch DFG und РФФИ anteilig finanziert wurde. Seit 2019 wird unsere Kooperation durch die Russische Wissenschaftsstiftung (РНФ) finanziert. Unsere bisherigen Ergebnisse lieferten uns neue Einblicke in Mechanismen, die depressiven Störungen zugrunde liegen, und führten zur Entwicklung neuartiger Therapiestrategien. Da die beiden Partner aktiv in die universitäre Lehre involvieret sind, bietet diese transdisziplinäre Kooperation zudem ein optimales Ausbildungs- und Kommunikationsforum für die Nachwuchswissenschaftler.