Beteiligte Organisationen:

- Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Universität Konstanz

- Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Martin Wikelski

Koordinator
Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Universität Konstanz


Prof. Dr. Olga Solomina

KoordinatorIn
Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften

KURZBESCHREIBUNG DES PROJEKTS / DER PARTNERSCHAFT

Das ICARUS Projekt (International Cooperation for Animal Research Using Space) hat zum Ziel, ein globales Netzwerk von intelligenten Sensoren aufzubauen, um die Lebensvorgänge auf dem Planeten Erde zu beobachten: es entsteht das ´Internet der Tiere´. Seit 13 Jahren arbeiten deutsche und russische Wissenschaftler daran, zusammen mit den Raumfahrtagenturen beider Länder sowie den besten Raumfahrt- und Kommunikationsingenieuren ein globales Datenübertragungssystem auf der ISS aufzubauen. Seit Mai 2020 funktioniert zum ersten Mal die IoT Übertragung vom Boden zum Weltall.

WELCHE SYNERGIEEFFEKTE ERGEBEN SICH AUS DER ZUSAMMENARBEIT UND WELCHE ENTWICKLUNGSMÖGLICHKEITEN SEHEN SIE IN DER BILATERALEN PARTNERSCHAFT?

Das ICARUS Projekt baut auf den Stärken der beiden Partner auf: Russland ist die stärkste Raumfahrtnation und beherbergt als größtes Flächenland die meisten wandernden Tiere und eine starke Feldökologie. Deutschland beheimatet die besten Kommunikationsingenieure und die Max-Planck-Gesellschaft ist weltweit führend in der Tierbeobachtung. Gemeinsam konnten wir in kürzester Zeit ein neues, digitales IoT (Internet of Things) Kommunikationssystem aufbauen, das uns erlaubt Daten von kleinsten Sendern über Satellit (ISS, Internationale Raumstation) weltweit zu übertragen. Im ICARUS Projekt wurde zum ersten Mal ein globales CDMA-System (Code Division Multiple Access) aufgebaut, eine digitale Datenübertragung von autonomen, solarbetriebenen Sendern. Das ICARUS Projekt erzielte bereits bahnbrechende wissenschaftliche Erfolge: Tiere fungieren als ´lebende Spürhunde´ für Klimawandel, Pandemien und Naturkatastrophen. Nachwuchswissenschaftler beider Länder kollaborieren in Projekten, die weltweit führend sind und die ökologische Forschung revolutionieren. Die Daten liefern Patente und öffnen kommerzielle Anwendungen.

Kontakt DE

Ansprechpartner für DEUTSCHLAND am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie und Universität Konstanz

Prof. Dr. Martin Wikelski

Direktor

www.icarus.mpg.de/en 

Kontakt RU

Ansprechpartnerin für RUSSLAND am Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Olga Solomina

Direktorin

www.icarus.mpg.de/en