• Über das Themenjahr
  • Partnerschaften im Themenjahr
  • Themen und Projekte
  • Leuchtturmprojekte
  • Forscherporträts
 

Wissenschaftskooperation – eine tragende Säule der deutsch-russischen Beziehungen

Elena Resch, Leiterin Verbindungsbüro Moskau/Programm ,,Studienbrücke", Universitätsallianz Ruhr

Wissenschaftskooperation – eine tragende Säule der deutsch-russischen Beziehungen

Welche Erfahrungen haben Sie mit der deutsch-russischen Wissenschaftszusammenarbeit?

Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) hat in den letzten 10 Jahren viele gemeinsame Projekte und Programme in Lehre und Forschung mit russischen Partnern und deutschen Mittlerorganisationen in Russland entwickelt und realisiert. Das Verbindungsbüro Moskau spielte dabei in vielen Fällen eine unterstützende oder zentrale Rolle. Doch bereits vor der Gründung der UA Ruhr kooperierten die drei Universitäten vielseitig mit russischen Partnern. Gerade die Ruhr-Universität Bochum hat durch das 1989 gegründete Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur, das zu den Vorreitern der russlandorientierten Kulturwissenschaft in Deutschland wurde, eine intensive Bindung an Russland. 


Welche sichtbaren Ergebnisse sind aus der Zusammenarbeit der UA Ruhr mit russischen Partnereinrichtungen inzwischen entstanden und welche Ziele wollen Sie erreichen?

Die UA Ruhr hat eine Vielzahl an erfolgreichen und langfristigen Kooperationen in Lehre und Forschung mit russischen Partnern zu verzeichnen. Die Bandbreite reicht vom deutschlandweit bekannten Bildungsprogramm „Studienbrücke“, das von der UA Ruhr gemeinsam mit dem Goethe-Institut Moskau und dem DAAD betrieben wird, über den ersten russisch-deutschen DFG-geförderten Sonderforschungsbereich der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit der Staatlichen Universität St. Petersburg und dem Joffe Institut, bis hin zu strategischen Partnerschaften, wie zum Beispiel jener zwischen der National Research University Higher School of Economics und der Ruhr-Universität Bochum. 


Worin sehen Sie die besondere Bedeutung der deutsch-russischen Wissenschaftszusammenarbeit? 

Russland gehört zu den wichtigsten Partnern Deutschlands in der Welt und beide Länder verbindet eine langjährige und vielfältige Zusammenarbeit. Dabei ist die Kooperation in Bildung, Forschung und Technologie eine tragende Säule der deutsch-russischen Beziehungen heute. Auch die Kooperationen der UA Ruhr mit russischen Partnern haben uns gezeigt, wie wichtig und erfolgsversprechend die Zusammenarbeit sein kann. Ob auf hochschulpolitischer Ebene oder im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen zwei Lehrstühlen – die Zusammenarbeit mit russischen Partnern braucht stets die Bereitschaft, den Einsatz und das notwendige Durchhaltevermögen von interessierten und engagierten Personen auf beiden Seiten. Es hat sich gezeigt, dass langfristige und kontinuierliche  Zusammenarbeit auch zu guten persönlichen Beziehungen führt. Das dadurch entstandene Vertrauen bildet die Basis für besonders erfolgreiche Projekte in Forschung und Lehre. 


Welchen Schwerpunkt wollen Sie im dt.-russ. Themenjahr unter der Schirmherrschaft beider Außenminister für die deutsch-russische Wissenschaftszusammenarbeit setzen? Wie ist Ihr Ausblick in die Zukunft?

Die Aktivitäten im Rahmen des deutsch-russischen Themenjahres nutzen wir, um unseren bestehenden Partnerschaften neue Möglichkeiten für den Austausch und Präsentation ihrer Kooperationsergebnisse aufzuzeigen. Mit Workshops, Konferenzen und Meetings bringen wir Akteure aus unseren und russischen Universitäten zusammen und versuchen so den Dialog auszubauen und die bilaterale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung zu stärken. Wir streben gleichzeitig auch danach, fortlaufend neue Projekte zu initiieren und Kooperationen anzubahnen. 


Welche Empfehlungen geben Sie, auf Basis Ihrer Erfahrungen, anderen Akteuren mit auf den Weg?

Ich denke, dass es entscheidend ist, stets im Dialog zu bleiben und sich nicht von möglichen Abkühlungen durch politisch schwierigere Zeiten abschrecken zu lassen. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit und der kulturelle Austausch sollten gepflegt und mit neuen Impulsen vorangetrieben werden – gerade das ist ein entscheidender Beitrag zur Internationalisierung beider Länder. 


Elena Resch
Leiterin des Verbindungsbüros Moskau der Universitätsallianz Ruhr 
+492343227374
Elena.Resch@uaruhr.de