Nehmen Sie am Wettbewerb: "Bruckenbauer fur die deutsch-russische Hochschul- und Wissenschaftszusammenarbeit" teil - Hier gehts zur Online-Anmeldung!
  • Über das Themenjahr
  • Partnerschaften im Themenjahr
  • Teilnahme
  • Themen
  • Leuchtturmprojekte
 

Vielfalt und Dichte

Interview mit Dr. Martin Krispin, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Vielfalt und Dichte

Welche Erfahrungen haben Sie mit dt.-russ. Partnerschaften im Hochschulbereich?

Die deutsch-russischen Partnerschaften im Hochschulbereich zeichnen sich durch Vielfalt und eine große thematische Breite aus. So fördert der DAAD neben Hochschulprojekten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, wie z.B. dem Deutsch-Russischen Institut GRIAT (Kasan) auch geisteswissenschaftliche Projekte wie das Institut für russisch-deutsche Literatur- und Kulturbeziehungen in Moskau. Diese fachliche Vielfalt beobachten wir auch im Bereich der Individualförderungen. Aus Sicht des DAAD ist dieses breite Spektrum des akademischen Austauschs – allein im 2018 insgesamt 5.800 DAAD-Förderungen von und nach Russland – das Fundament der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen. 


Welche sichtbaren Ergebnisse sind aus dieser Kooperation mittlerweile entstanden?

Deutsche Hochschulen sind für zahlreiche russische Hochschulakteure heute zentrale Partner. Sie werden neben ihrem hohen fachlichen Niveau auch und vor allem für ihre Verlässlichkeit geschätzt. Inhaltlich sind neue Chancen erkennbar, z.B. im Bereich einer deutsch-russischen Doktorandenausbildung. Eine erkennbar verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit ist Spiegelbild einer intensiven fächerübergreifenden Mobilität in beiden Richtungen. 


Worin sehen Sie die besondere Bedeutung der deutsch-russ. Hochschulkooperationen?

Die deutsch-russischen Hochschul- und Wissenschaftsbeziehungen sind einzigartig in Europa, auch deshalb, weil sie selbst schwierige historische Phasen überdauert haben. Hinzu kommt, dass Kooperationen auf praktisch allen institutionellen Ebenen bestehen, von Nachwuchswissenschaftlern bis hin zu Hochschulleitungen. 


Wie blicken Sie in die Zukunft? Welchen Rat geben Sie anderen Projekten mit auf den Weg?

Mit Blick auf die Vielfältigkeit und Dichte der Kooperationsbeziehungen – und natürlich die Qualität der Forschung – sehen wir eine ganze Vielzahl von Ansatzpunkten für zukünftige Projekte. Dies lässt positiv in die Zukunft blicken. Neuen Projekten geben wir den Rat, eine strategische Vision zu entwickeln, in der täglichen Arbeit aber stets das unmittelbar Machbare im Auge zu behalten. Dann wird sich Schritt für Schritt der Erfolg einstellen. Vor allem aber sollte auf den Nachwuchs gesetzt werden, denn Kooperationen leben von der Zukunft. 


Dr. Martin Krispin 
Referatsleiter ST22 Stipendienprogramme Osteuropa, Zentralasien, Südkaukasus
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
Bonn