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Russland als Familienmitglied

Interview mit Professor Dr.-Ing. Magnus Jaeger, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Russland als Familienmitglied

Wer sind die Partner und was waren die Gründe, diese Partnerschaft zu bilden? 

Partner der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH-AW) sind auf russischer Seite die Tambov State Technical University (TSTU) in Tambov und die Siberian Federal University (SFU) in Krasnoyarsk. Beide sind Universitäten mit guten Überschneidungen zu unserer Hochschule auf technischem Gebiet.

Gerade weil wir Russland als wichtiges Mitglied innerhalb der Europäischen Familie sehen, haben wir überlegt, was wir gemeinsam bewegen können. Wir waren und wir sind weiterhin davon überzeugt, dass Hochschulen immer den freien Meinungsaustausch pflegen müssen, insbesondere, um die Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.


Welche sichtbaren Ergebnisse sind aus dieser Kooperation/diesem Projekt inzwischen entstanden und welche Ziele wollen Sie erreichen?

Ein weiterer Beweggrund für die Aufnahme der Partnerschaften waren mehr als 10 Jahre lange Erfahrungen mit internationalem Studierendenaustausch im asiatischen Raum. Hervorzuheben sind hier die Formate der „Internationalen Summer Schools“ mit Studierenden aus Australien und Indonesien. Studierende der beteiligten Hochschulen erarbeiten dabei in etwa 10-tägigen Veranstaltungen Lösungen zu den jeweils gestellten technischen/wirtschaftlichen Fragestellungen. Das Wesentliche dabei: die Lösungsfindung unter engen Zeitvorgaben und im interkulturellen und interdisziplinären Ansatz. Weiterhin ist hierbei immer ein industrieller Bezug mit mindestens einem Industriepartner gegeben.


Worin sehen Sie die besondere Bedeutung Ihrer Partnerschaft/Ihres Projektes?

Seit dem Beginn dieser russisch-deutschen Zusammenarbeit haben jährlich mindestens zwei Veranstaltungen im Format der Summer Schools stattgefunden. Im Jahr 2019 sogar vier Veranstaltungen. Der Fokus im deutsch-russischen Themenjahr wurde gezielt auf Hochleistungswerkstoffe, insbesondere im Bausektor, gesetzt. Ein Gebiet, welches Fragestellungen zu technischen Lösungen und wirtschaftlichen Bewertungen ermöglicht. Gleichzeitig ist es mit Fragen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz verknüpft. Somit Fragestellungen, die aufgrund der Klimaproblematik innerhalb weniger Jahre international angegangen und gelöst werden müssen.


Welchen Schwerpunkt wollen Sie im dt.-russ. Themenjahr unter der Schirmherrschaft beider Außenminister für Ihre Kooperation setzen? Welche Empfehlungen geben Sie, auf Basis Ihrer Erfahrungen, anderen Projekten mit auf den Weg?

Als grundsätzliche Empfehlung aus den Erfahrungen der letzten Jahre: Miteinander und voneinander lernen schafft die Basis für eine freundschaftliche, vertrauensvolle und auch belastbare Zusammenarbeit.


Prof. Dr. Magnus Jaeger 
Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
Energie-, Umwelt-, Verfahrenstechnik
Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) 
Amberg-Weiden