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Modell für die deutsch-russische Zusammenarbeit

Timofej Zatsepin, PhD, Assistenz Professor Universität Skoltech, Moskau

Modell für die deutsch-russische Zusammenarbeit

Wer sind die Partner und was waren die Gründe, diese Partnerschaft zu bilden?

Bei einem Kennenlernen anlässlich einer Konferenz haben wir begonnen, ein gemeinsames Projekt anzudiskutieren, und zwar im Bereich der Fluoreszierenden Oligonukleotide für diagnostische Zwecke. Um eine Finanzierung für so ein Projekt zu erhalten, muss man ein Gemeinschaftsprojekt oder bereits bearbeitete Daten vorweisen. Nach einer ersten Studie, die nichts erbracht hat, haben wir uns auf eine neue Idee verständigt (krebsspezifische Aktivierung von siRNAs). Das Vorhaben wird von der Forschungsförderung der DFG-RSF ab 2019 für drei Jahre finanziert.


Welche sichtbaren Ergebnisse sind aus dieser Kooperation/diesem Projekt inzwischen entstanden und welche Ziele wollen Sie erreichen?

Wir konnten zeigen, dass die Runterregulierung von Ubiquitin Protein-Ligasen eine Hochregulierung von reaktiven Sauerstoffradikalen in Krebszellen bewirkt. Da diese Ubiquitin Protein-Ligasen sich als Ansatzpunkt für eine Antikrebstherapie bestätigt haben, erwarten wir, ein selbst-aktivierendes System für die Krebsbehandlung entwickeln zu können.

 
Worin sehen Sie die besondere Bedeutung Ihrer Partnerschaft/Ihres Projektes?

Das Projekt passt gut in unsere Forschungsschwerpunkte und die beiden Gruppen ergänzen sich in ihren Fähigkeiten, so dass das Projekt gut vorankommen kann. Ich hoffe, dass wir eine neue Plattform für die Anwendung von siRNA in der Krebsbehandlung entwickeln können. siRNAs entwickeln sich als neue Therapieansätze, die gerade erst auf den Markt der Biopharmazeutika gekommen sind und eine große Zukunft vor sich haben.

 
Welchen Schwerpunkt wollen Sie im dt.-russ. Themenjahr unter der Schirmherrschaft beider Außenminister für Ihre Kooperation setzen?

Als wir unsere Zusammenarbeit begonnen haben, waren gemeinsame Aufrufe (Calls) von Deutschen und Russischen Forschungsförderungsorganisation an deutschen Universitäten noch relativ unbekannt. Die Verwaltung kannte diese Ausschreibungen kaum und die Professoren erfuhren eher zufällig davon. Heute, 2019, werden diese Aufrufe stark beworben, so dass gemeinsame, wissenschaftliche Projekte bessere Chancen haben als zuvor. Die Forschungsförderung legt zunehmend Wert auf die Verwertbarkeit der Ergebnisse. Daher kann unsere Erfolgsgeschichte als Modell für Russisch-Deutsche Zusammenarbeit angesehen werden.


Timofei S. Zatsepin, PhD
Associate Professor Skoltech Center for Life Science
Mob.+7 (915) 430 9809
t.zatsepin@skoltech.ru
www.skoltech.ru