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Die Matrjoschka weiter aufmachen

Prof. Dr. Julia Krause von der HTW Dresden wirbt für Vielschichtigkeit und Weltoffenheit

Die Matrjoschka weiter aufmachen

Die Matrjoschka weiter aufmachen

Prof. Dr. Julia Krause von der HTW Dresden wirbt für Vielschichtigkeit und Weltoffenheit


Wer sind die Partner und was waren die Gründe, diese Partnerschaft (wann?) zu bilden?

Von der UNECON – Wirtschaftsuniversität in St. Petersburg empfangen wir jedes Jahr Studenten (und auch Dozenten) des Studiengangs International Business für ein Semester bei uns. Im Juni 2019 habe ich im Rahmen einer Summer School zu „Multidimensional Sustainability“ an der Universität in Sankt Petersburg an einem Austausch zur nachhaltigen Gestaltung unserer Gesellschaft teilgenommen und einige Ideen für gemeinsame Projekte angestoßen.

Weiterhin arbeiten wir eng zusammen mit der Russischen Universität für Transport (RUT, früher MIIT) in Moskau – eine der größten Universitäten in Russland mit 92 Tausend Studenten. Im Mai dieses Jahres haben wir eine Delegation von 10 Studenten bei uns empfangen und sie mit dem deutschen Bildungssystem, aber auch mit unseren sächsischen Sehenswürdigkeiten bekannt gemacht. Im November fahre ich mit unseren Studenten nach Moskau, um die Hauptstadt, sowie das russische Bildungssystem kennenzulernen. Auf dem Programm steht auch ein Besuch russischer und internationaler Unternehmen, wie z.B.  RZD (Russische Eisenbahn) und SAP. Im Mai habe ich die Universität besucht und habe eine Gastrede vor vielen Studenten und Wissenschaftlern zum Thema „Bedeutung der Kommunikation für die Wirtschaft“ zur „Crosscultural Communication“-Konferenz gehalten. Man denkt gar nicht im Alltag, wie wichtig die Kommunikation in jedem Business ist und dass nur durch gelungene Kommunikation viele Probleme beseitigt werden können. 

Mit der Plekhanov-Universität in Moskau haben wir ein Abkommen über einen Bachelor-Doppelabschluss vereinbart – dies ist eine einzigartige Möglichkeit für unsere und russische Studenten durch ein extra Semester an einer Partneruniversität zwei Abschlüsse zu erhalten. Die Plekhanov-Universität unterhält auch ein Gymnasium, an dem zukünftige Studenten ihr Abitur ablegen – im kommenden November erwarten wir 24 russische Schüler an unserem Standort in Dresden, um Ihnen die Möglichkeiten eines Studiums in Deutschland näher zu bringen. Eine tolle Möglichkeiten für junge Leute sich im Vorfeld mit den Gedanken über ein mögliches internationales Studium auseinander zu setzen und somit sich besser auf die Zukunft vorzubereiten!

In der letzten Zeit beobachten wir wieder einen Wandel – die Zahl der Studenten, die sich Russisch als Fremdsprache aussuchen, steigt. Da Russland auch ein attraktiver Markt für deutsche Exportunternehmen ist, steigt das Interesse an dem Land, den Leuten, der Kultur und demzufolge am Studium in diesem Riesenreich!


Welche sichtbaren Ergebnisse sind aus dieser Kooperation/diesem Projekt inzwischen entstanden und welche Ziele wollen Sie erreichen?

Wir wollen gemeinsam an internationalen und die Gesellschaft bewegenden Themen, wie der Nachhaltigkeit, arbeiten. Durch die Kooperation und die Vermeidung von Konfrontation kann man vieles erreichen. Russland ist ein Land mit unglaublichen Möglichkeiten, mit Menschen, die sehr offen und positiv uns gegenüber treten. Ich empfinde es als eine wichtige Aufgabe der Wissenschaft und Bildung, den Dialog mit Russland fortzuführen und die Zusammenarbeit auszubauen – das ist unser Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit!


Worin sehen Sie die besondere Bedeutung Ihrer Partnerschaft/Ihres Projektes?

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das die ganze Welt bewegt und je mehr Wissenschaftler, Menschen, Bildungseinrichtungen, aber auch Unternehmen sich diesem Thema widmen, umso mehr werden andere Parteien dafür sensibilisiert. Es ist unglaublich wichtig, alle ins Boot zu holen, denn nur gemeinsam können wir die ökologischen, aber auch politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen meistern.


Welchen Schwerpunkt wollen Sie im dt.-russ. Themenjahr unter der Schirmherrschaft beider Außenminister für Ihre Kooperation setzen? Wie ist Ihr Ausblick in die Zukunft?

Bildung für Nachhaltige Entwicklung – das Thema der Nachhaltigkeit soll in alle Studiengänge implementiert werden. Das ist ein Thema für Philosophen, Ökonomen oder Maschinenbauer. Und je vielfältiger unser Fachgebiete sind, desto mehr neue Erkenntnisse können gewonnen werden. International, Interdisziplinär und Interaktiv soll das Thema der Nachhaltigkeit angegangen werden! 


Prof. Dr. rer. pol. Julia Krause
Professur für International Industrial Sourcing and Sales
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden/University of Applied Sciences Dresden 
Phone: +49351 462 2324
Mail:      julia.krause@htw-dresden.de