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Unterzeichnung eines MOU zwischen der TU Dortmund und der Universität MEPhI

Unterzeichnung eines MOU zwischen der TU Dortmund und der Universität MEPhI

Unterzeichnung eines MOU zwischen der TU Dortmund und der Universität MEPhI

Am 08.04.2019 unterzeichneten die Technische Universität Dortmund und die Nationale Forschungsuniversität für Nukleare Technologie (MEPhI) ein Memorandum of Understanding, das die Zusammenarbeit der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund, Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT), Prof. Dr. Frank Walther, mit der Fakultät für nukleare Physik und Ingenieurwesen der MEPhI, Lehrstuhl für physische Probleme der Materialwissenschaften, Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Boris Kalin, stärkt und weiter ausbaut.

Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen des Besuches der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Isabel Pfeiffer-Poensgen, nach Moskau, die in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Kooperation zwischen den beiden Universitäten besonders hervorgehoben hat. Für die TU ist Dortmund unterzeichnete den Kooperationsvertrag Prof. Dr. Insa Melle, Prorektorin Studium, für die MEPHI, Prorektorin Prof. Dr. Tatiana Leonova.

Der Kontakt zwischen der TU Dortmund und der MEPhi Moskau entstand 2016 über das in Moskau ansässige Kontaktbüro des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Es entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen den Wissenschaftlern der beiden Universitäten über gemeinsame Forschungsprojekte, der im Dezember 2018 in der Bewilligung eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Russian Foundation for Basic Research geförderten Forschungsprojektes (RFBR) im Bereich Materialwissenschaft und Werkstofftechnik mündete. Eine große Rolle hat beim Aufbau der Kooperation mit den russischen Partnern Frau Dr. Marina Knyazeva, Oberingenieurin am WPT in Dortmund, gespielt.

Im Forschungsprojekt, das auf langjährigen Kompetenzen beider Forschungseinrichtungen basiert, wird eine fundamentale Grundlage für die Entwicklung und Anwendung von gelöteten 1.4301/NiCrSiB-Verbindungen geschaffen, wobei Lotwerkstoffe mit einer an der MEPhI entwickelten, verbesserten chemischen Zusammensetzung verwendet werden. Zur Bestimmung optimaler Lötprozesse, die zu einer homogenen Mikrostruktur und verbesserten Ermüdungseigenschaften führen, wird eine am WPT entwickelte zeit- und kosteneffiziente Prüfmethode auf Basis von mehrstufigen Ermüdungsversuchen mit anwendungsoptimierter Sensorik eingesetzt. Die Versuche im korrosiven Medium in Kombination mit elektrochemischen Messmethoden bieten die Möglichkeit, den legierungsabhängigen Mikrostruktureinfluss auf das Korrosionsermüdungsverhalten qualitativ und quantitativ zuverlässig zu bestimmen und bewerten.
Der internationale bilaterale Charakter des Projekts äußert sich in der synergetischen Vereinigung der Kompetenzen verschiedener wissenschaftlicher Schulen sowie der Anwendung neuentwickelter Methoden und moderner Forschungsgeräte. Da die Wissenschaft und Industrie einen immer größeren Bedarf an der schnellen und sicheren Entwicklung und Anwendung moderner, anwendungsangepasster High-Tech-Werkstoffe hat, wird die enge Zusammenarbeit zwischen Werkstoffentwickler und Werkstoffprüfer zur Entstehung neuer Werkstoff- und Bauteilleistungsfähigkeiten führen. Die während des Projekts erzielten Ergebnisse werden zu den nationalen Prioritäten beider Länder beitragen. Die Umsetzung des Projekts wird der Internationalisierung der wissenschaftlichen Forschung beider Hochschulen zugute kommen und die Verbindungen zwischen den wissenschaftlichen Communities, einschließlich einer großen Anzahl junger Nachwuchswissenschaftler/innen, stärken

Mehr Information:
https://mephi.ru/content/news/1810/130368/
https://www.tu-dortmund.de/en/studies/news/meldung/red-carpet-rolled-out-in-moscow/