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DFG-Kolleg-Forschungsgruppe FOR 2603 (2017-2021) an der Universität Trier Russischsprachige Lyrik in Transition

DFG-Kolleg-Forschungsgruppe FOR 2603 (2017-2021) an der Universität Trier  Russischsprachige Lyrik in Transition

DFG-Kolleg-Forschungsgruppe FOR 2603 (2017-2021) an der Universität Trier
Russischsprachige Lyrik in Transition: Poetische Formen des Umgangs mit Grenzen der Gattung, Sprache, Kultur und Gesellschaft zwischen Europa, Asien und Amerika 

Lyrik ist seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert unerwartet populär und produktiv geworden. Sie wird quer durch soziale Schichten, Altersgruppen, Sprachen und Kulturen in großer Vielfalt rezipiert und geschrieben. Dieses gilt in besonderem Maß für Russland. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ordnete sich nicht nur das literarische Feld in Russland neu, sondern erweiterte sich durch russischsprachige Literatur im Ausland. Durch die Nutzung medialer Möglichkeiten hat die russischsprachige Lyrik einen transnationalen Raum aufgespannt, der mit verschiedenen Sprachen und national verankerten literarischen Feldern interagiert. Dieser Sachverhalt begründet das Gegenstandsgebiet des Projekts, das zeitlich von Beginn der Perestrojka (1985) bis in die Gegenwart reicht und die russischsprachige Lyrik sowie deren Beziehungen zu anderen Literaturen umfasst. Aufgrund historischer, politischer und literarischer Bedingungen sind drei Großräume für die russischsprachige Lyrik als Bezugskontexte besonders relevant: Europa, Asien und Amerika, innerhalb derer bestimmte Länder als bevorzugte Emigrationsorte dominieren oder deren Literatur in besonderer Beziehung mit der Lyrik russischer Autorinnen und Autoren steht. Die leitende Frage des Projekts richtet sich auf ein Hauptmerkmal der Gegenwartslyrik: Transition, deren Formen und Funktionen untersucht werden. Transition betrifft in der Gegenwartslyrik insbesondere vier Formen von Grenzen und erlaubt daher die Bestimmung von folgenden Forschungsgebieten: die Grenzen von 1) Gattung(en), 2) Sprache(n), 3) Kultur(en) und 4) Gesellschaft(en). Das Forschungsnetzwerk des Kollegs umfasst rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 Ländern und 10 Fächern. Die Leitung des Kollegs hat die Trierer Slavistik-Professorin Henrieke Stahl. Die erste Förderperiode des Projekts beträgt vier Jahre. Weitere Informationen: www.lyrik-in-transition.uni-trier.de

Internationale Institutionen: 
Maxim-Gorki-Literaturinstitut (Moskau, Russland) 
Institut für Sprachwissenschaft der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau, Russland) 
Institut für russischen Sprache V. V. Vinogradov (Moskau, Russland)  
Academia Sinica (Taipei, Taiwan)  
CERCOP – Centre for Research in Contemporary Poetry (Aalborg, Dänemark) 

Partneruniversitäten: 
Russische Staatliche Geisteswissenschaftliche Universität (Moskau, Russland) 
Staatliche Universität Sankt Petersburg (St. Petersburg, Russland)  
Universität Kōbe (Kobe, Japan)  
Waseda-Universität (Tokyo, Japan)